Bernd Essler: Die Dürener Anna-Kirmes im Spannungsfeld der Politik

Analyse: Wie und mit wem hat die AfD im Dürener Stadtrat abgestimmt?
Zur Ratssitzung am 13. Juli

Wenn man die aktuelle Berichterstattung der CDU-nahen Dürener Zeitung (zum Beispiel hier) verfolgt, sollte man meinen, dass die Anna-Kirmes in ihrer Existenz bedroht ist.

Dabei war es höchste Zeit, das eingerostete Profil der Kirmes zu verändern, damit es auch die Attraktion bleibt, die sich alle wünschen. Das konnte man bereits bei Anna-Kirmes 2016 erleben, die erstmals große Veränderungen bei der Auswahl der Schausteller hatte. Diese Kirmes war der Durchbruch gegen den erbitterten Widerstand der CDU, die Jahrzehnte lang für Langeweile gesorgt hatte. Man hatte die Auswahl der Schausteller vollständig der Verwaltung überlassen, die diese Auswahl ganz im Sinne der CDU wahrnahm. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nicht ohne Grund ist die CDU-Mittelstandsvereinigung Düren stolz darauf, so viele zahlende Mitglieder zu haben, die interessanterweise ihren Sitz gar nicht in Düren oder dem Kreis Düren haben. Da gibt es auch Unternehmen, die in Nord- oder in Süddeutschland beheimatet sind.

Vor diesem Hintergrund versteht man natürlich besser, warum sich die CDU vehement für bestimmte Schausteller einsetzt. Und so erklärt sich auch, warum in der Vergangenheit immer wieder dieselben Fahrgeschäfte zu sehen waren, die Langeweile pur.

Da das nun vorbei, ist dem Vorsitzenden des Steuerausschusses, Hubert Cremer (FDP) zu verdanken, der persönlich die Bundesrepublik auf der Suche nach attraktiven Fahrgeschäften bereist. Wir haben ihn als ausgezeichneten Fachmann kennengelernt, der sachlich souverän die Materie beherrscht, sehr zum Leidwesen der CDU. Die von der CDU-Presse gegen diesen Mann entfachte Kampagne zeigt, wie sehr sie der Verlust der Macht, über diese Fahrgeschäfte zu entscheiden, schmerzt.

Das ist verständlich, denn es dürfte um viel Geld gehen. Es gibt mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Aachen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, das sich auch gegen CDU-Ratsmitglieder und gegen Mitglieder der Verwaltung richtet.

Wir werden diese Vorgänge kritisch begleiten und verhindern, dass die neue CDU-beherrschte Landesregierung Einfluss nimmt auf den Verlauf des Ermittlungsverfahrens in Aachen.

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